Sieg der Beharrlichkeit: Amtliche Antwort entlarvt Lücken im Sabowind-Antrag – Strehlaer Widerstand wird belohnt!
In den vergangenen Wochen wurde den Bürgern und dem Stadtrat oft suggeriert, der Bau der 286,5 Meter hohen Windräder in Paußnitz sei aufgrund der neuen Bundesgesetze (§ 2 EEG) ohnehin nicht mehr zu stoppen. Man müsse sich „fügen“. Doch eine aktuelle Anfrage unseres Kreisrates Peter Schreiber beim Landrat des Landkreises Meißen bringt nun die Wahrheit ans Licht.
Hier die Antwort des Landrates auf die Kreistagsanfrage:
👉🏻 Antwort Landrat auf Anfrage KR Schreiber_21-04-26
📄 Die „Smoking Gun“ aus dem Landratsamt
In seiner Antwort vom 21.04.2026 musste Landrat Ralf Hänsel einräumen, was viele von uns vermutet haben:
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Materiell unvollständig: Die Antragsunterlagen des Investors Sabowind sind lückenhaft! Selbst Monate nach dem Start des Verfahrens fehlen entscheidende Daten.
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UVP-Vorprüfung offen: Ob eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig ist, kann das Amt noch gar nicht sagen, weil die Unterlagen dafür schlicht nicht ausreichen.
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Behörden im Verzug: Auch die Fachbehörden (Träger öffentlicher Belange) können ihre Bewertung noch gar nicht abschließen, weil der Investor seine „Hausaufgaben“ nicht erledigt hat.
✅ Bestätigung für Strehla: Das „Nein“ war alternativlos!
Dieses Geständnis des Landrates beweist: Es wäre ein schwerer Fehler gewesen, das gemeindliche Einvernehmen einfach „durchzuwinken“. Hätte der Stadtrat im März blind zugestimmt, hätte er ein Vorhaben legitimiert, das bis heute auf einer mangelhaften fachlichen Grundlage steht.
Die Beharrlichkeit der Einwohner, die im Einwohnerantrag ihre Sorgen bezüglich Artenschutz, Eiswurf und Lebensqualität formuliert haben, wurde nun amtlich bestätigt. Die Skepsis der Bürger war kein „Verhindern-Wollen“, sondern eine notwendige Qualitätskontrolle, die der Investor wohl gerne hätte umgehen wollen.
🛡️ Was das für uns bedeutet:
Wir haben durch unser gemeinsames Handeln – Einwohner und Stadtrat – verhindert, dass hier vollendete Tatsachen auf Basis unfertiger Papiere geschaffen werden. Das Landratsamt kann das Einvernehmen der Stadt Strehla derzeit nicht rechtssicher ersetzen, solange der Investor materiell unvollständige Anträge vorlegt.
Stadtrat Peter Schreiber (FREIE SACHSEN) dazu:
„Der Landrat hat schwarz auf weiß bestätigt: Wir hatten recht! Wer 286-Meter-Giganten in unsere Heimat stellen will, darf nicht bei den Fakten tricksen. Wir werden weiterhin jede Lücke in diesen Unterlagen aufzeigen. Unsere Heimat ist kein Experimentierfeld für unsaubere Planungen!“
🔍 Unsere Forderung bleibt:
Aufgrund der nun amtlich bekannten Komplexität und der lückenhaften Unterlagen fordern wir jetzt erst recht den Verfahrenswechsel zur Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Bürger haben ein Recht darauf, die nachgebesserten Unterlagen einzusehen und kritisch zu hinterfragen!
Wir bleiben dran. Für Strehla. Für unsere Heimat.